Hilfe bei der Tabletop Wahl

Moderator: Momo

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Muck
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Hilfe bei der Tabletop Wahl

Beitragvon Muck » Di 3. Mai 2011, 10:25

Moin :a010:,
bin ganz neu hier im Forum und wollte mich eben kurz vorstellen: Ich heiße Björn und war gestern durch Zufall in Daves Laden.
Meine Freundin und Ich waren gestern begeistert von dem Thema Tabletop was uns Dave näher gebracht hat, als wir zuhause waren hab ich also gleich mal google angeschmissen um zu sehen was es so für spiele gibt wie die Regeln sind usw. und ich habe nichts verstanden :xgh: .
Drum suche ich jetzt bei euch Hilfe um zu wissen welches Tabletop denn für Anfänger gut zu spielen ist bzw welches auch noch gespielt wird, weil das Ziel ist es dann auch künftig bei Daveim Laden zu zocken.

PS: Es sollte schon in Richtung Fantasy gehen.

mfg

snord
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Re: Hilfe bei der Tabletop Wahl

Beitragvon snord » Di 3. Mai 2011, 11:23

Moin, meine zwei Cent:

Es gibt viele, viele Richtungen und meiner Meinung nach zwei wichtige Einstiegsregeln.

a) Suche dir ein Einsteigerspiel, dass viele Spielen, denn ohne Mitspieler ist Table Top spielen ein einsames Hobby. (Und viele, viele Tipps und Tricks muss man sich dann hart erarbeiten. Ich habe mir das Malen selbst beigebracht und mache immer noch viele Anfängerfehler, die man unter Anleitung locker umgeht.) Ganz spezielle Systeme kannst du später immer noch ausprobieren.

b) Suche dir, eventuell auch gegen Tipp a), ein Spiel und vor allem eine Fraktion, die bei dir das Kopfkino anlaufen lässt. Meine persönliche Erfahrung war, dass ich bei Demonworld mit Menschen eingestiegen bin und dann zwei Jahre lang neidisch auf die lustigen Gobbos der Gegner geschaut habe. Und dass nur, weil man mir gesagt hat, dass noch ein "Menschengegner" fehlen würde. Warum wohl ...

Ansonsten gibt es die Massenschlacht-Systeme (etwa Warhammer-Fantasy), bei denen du große, große Armeen und entsprechend viele Figuren brauchst (teilweise mehrere Hundert Stück) und Skirmish-Systeme, bei denen teilweise mit 10 bis 20 Figuren auskommst (Legends of the Old West, Blood Bowl, um wieder GW als Beispiel zu nehmen). Frage dich also selbst, wie viel Lust und Nerven du zum Malen und Basteln hast.

Viel gespielt wird im Highlander zum Beispiel Hordes/Warmachine (nicht GW!), wo nach meinen Beobachtungen 20 Figuren locker ausreichen, auch um Turniere mitzuspielen. (Und ich spiele es nicht, da ich einen viel zu hohen Zinnberg zu Hause liegen habe, um auch noch den Kram draufzuwerfen.)

Suche dir ein System, bei dem dir die Figuren und das Setting am besten gefallen. (Kriegsschiffe oder Kampfroboter oder Fantasy-Helden oder Massenarmeen oder Zombieprügeleien oder Wilder Westen oder ... ... ... ) Wenn dir Table Top spielen Spaß macht, wirst du eh noch ein oder zwei andere Systeme ausprobieren.

Snord

PS: Am Mittwoch hänge ich ab 17 Uhr im Laden rum und will wohl Blood Bowl spielen und referiere gerne über Table Top allgemein. Und ich habe keinen Missionarsdrang für die Systeme, die ich spiele. Versprochen.

PPS: Wichtig ist es immer, den lokalen Händler zu nerven. :k055: Warum weiß ich nicht.

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ElBlindo
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Re: Hilfe bei der Tabletop Wahl

Beitragvon ElBlindo » Di 3. Mai 2011, 11:51

Im Grunde kann ich dem Vorredner uneingeschränkt zustimmen.

snord hat geschrieben:Suche dir ein System, bei dem dir die Figuren und das Setting am besten gefallen. (Kriegsschiffe oder Kampfroboter oder Fantasy-Helden oder Massenarmeen oder Zombieprügeleien oder Wilder Westen oder ... ... ... )

Das ist eigentlich der Kern des Ganzen. Wenn dir die imaginäre "Spielwelt" und deine Minis nicht wirklich gefallen wirst du auch nie wirklich glücklich, zumal Malen und Basteln ja ein wichtiger Teil des ganzen Hobbys sind (wobei die Gewichtung, die man legen will meist bei jedem Selbst liegt)

Die derzeit und wohl auch auf längere Sicht am meisten gespielten Systeme sind Warhammer (und da eher die Science Fiction Variante 40.000) und Warmachine/Hordes (das sieht man eigentlich schon an der Menge der Themen zu den jeweiligen Systemen, bzw. Unterforen hier), die beide den üblichen "Fantasy/Science Fiction Konventionen" folgen aber doch recht unterschiedliche Settings darstellen. Gleiches gilt auch für die Spielsysteme als Spiel an sich (Regeln), die zwar ähnlichen Grundannahmen folgen (wie Tabletops "an sich" gespielt werden) aber konkret doch sehr unterschiedlich sind. Also würde ich vorschlagen, dass ihr euch diese erst einmal anseht. Für Testspiele, um zu sehen wie das ganze denn eigentlich so abläuft findet sich eigentlich immer jemand.

Die Seiten der Hersteller sidn auf jeden Fall ein guter Einstieg um sich vor allem die Minis alle mal anzugucken:
http://privateerpress.com/
http://www.games-workshop.com/
Human life is everywhere a state in which much is to be endured and little to be enjoyed.

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John Tenzer
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Re: Hilfe bei der Tabletop Wahl

Beitragvon John Tenzer » Di 3. Mai 2011, 13:32

Die Male, die ich im Laden war, wurden vornehmlich 2 Tabletop-Systeme gespielt:

- GW Warhammer 40.000
- PP Warmachine / Hordes


Zusammen mit Warhammer Fantasy sind das die Systeme, die deutschlandweit wohl mittlerweile am meisten gespielt werden.
Warhammer Fantasy spielt im klassischen Fantasybereich (der sehr stark von Herr der Ringe eingefärbt ist), Warhammer 40.000 wird allgmein unter (apokalyptisches) Gothic Science Fiction eingestuft.
Warmachine geht in Richtung Steampunk.
Hordes geht wiederum in Richtung Fantasy.
Warmachine und Hordes bieten derart ähnliche Grundregelsysteme - sie unterscheiden sich vornehmlich in einem Regelmechanismus - dass die vollständig kompatibel zueinander sind und eigentlich als ein einzelnes System betrachtet werden können.

Während die Spielmechanismen bei Warhammer 40.000 und Warhammer Fantasy eher das Spiel mit vielen Figuren - also Masssenschlachten mit 40+ Figuren - bevorzugen, handelt es sich bei Warmachine / Hordes um Scharmützelspiele, dessen Regeln eher mit - kein Witz - ab 4 (!) bis zu dreißig Figuren gut funktionieren.

Ich möchte hier noch nicht zu sehr in die Unterschiede beider Regelsysteme oder deren Vorzüge und Nachteile eingehen, da ich aufgrund des letzten Editionswechsels bei zumindest bei Warhammer nicht mehr auf dem aktuellen Stand bin.

Allerdings kann ich Dir gerne zwei Links zu Foren geben, die sich mit dem einen oder anderen System näher befassen

1. Warhammer
2. Warmachine/Hordes

und Dir dezidierter Deine Fragen zu den Fürs und Wieders der beiden Systeme beantworten können.

Neben diesen Systemen werden noch relativ häufig gespielt:

- GW- Herr der Ringe
- Flames of War
- Uncharted Seas
- Firestorm Armada
- Infinity
- Malifaux

Im Gegensatz zu den ganz oben genannten Systemen kann man aber bei den letzteren nicht sicher sein, "überall" eine entsprechend vertretene Spielergemeinde zu finden...

8-)
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Muck
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Re: Hilfe bei der Tabletop Wahl

Beitragvon Muck » Di 3. Mai 2011, 15:55

erst mal danke für die Antworten das hat mir schon gut geholfen.
mal ne andere frage Tabletops spielt man ja ohne bzw mit eigenen Spielbrett, gibt es auch sowas mit Spielfläche wo man halt auch seine Armee zusammenstellen (basteln,malen) und auch erweitern kann halt eher was für zwischendurch und für nicht so viel Geld?
hab halt angst das das nach nen Monat einfach so rumfliegt und ich dann so viel Geld dafür ausgegeben habe

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Re: Hilfe bei der Tabletop Wahl

Beitragvon Lord Xarxorx » Di 3. Mai 2011, 16:52

Hoi,

es gibt ein paar Brettspiele, die sich sehr ähnlich wie Tabletop spielen.
Darunter fallen zum Beispiel Tannhäuser und Dust Tactics (gibts beides auch bei Dave).

Ansonsten würd ich mir um das Spielfeld nicht so große Gedanken machen. Am Anfang reicht es völlig ein Buch als Hügel oder ein Stück Stoff als Gelände zu benutzen.
Der einfachste Einstieg, welches System und welche Figuren euch auch immer am besten Gefallen mögen sind Starterboxer. Je nach System habt ihr dann auch schon 2 kleine Armeen mit dennen ihr in ersten
Spielen ein paar Regeln ausprobieren könnt.

Sollte euch das ganze wirklich keinen Spass machen, lassen sich Tabletop Produkte auch gut wiederverkaufen.


grüße
Schattenbarken im Schatten parken.
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Re: Hilfe bei der Tabletop Wahl

Beitragvon snord » Di 3. Mai 2011, 16:54

Spielbrett mit anmalbaren Figuren? Schach! Haben glaube ich schon viele überlegt ... Alle Spiele mit Plastikfiguren, also Descent und Co, können angemalt werden, wobei die Weichplastikfiguren nur sehr wenig Spaß beim Anmalen bringen. Für meine Westernfiguren habe ich ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Brett in der passenden Größe gebaut, damit ich auch Freunden meine Zinnfiguren vorstellen kann, die mit Table Top Spielen überfordert wären.

Ansonsten erwähne ich noch einmal, gaaanz leise Blood Bowl.

Und es gibt im Netz unzählige Spielregelvarianten mit denen man auch Spiele zwischendurch machen kann, die keine besonderen Figuren vorgeben. Ich habe zum Beispiel einen Plan ausgedruckt hier rumfliegen, mit dem man eine Kneipenschlägerei spielen kann. Dazu kommt eine DIN A4 Seite Spielregeln und keinerlei feste Vorgabe, wie die Figuren auszusehen haben.

Auf die Gefahr hin dass Dave mich haut: Such dir eine Spielrunde, kauf die ein oder zwei Figuren und spiel mit. Wenn dir das ein oder zwei Abende Spaß macht, dann kannst du für mehrere Hundert Euro eine ganze Armee, unzählige Farben und das GANZE Zubehör kaufen. Oder auch nicht.

Snord

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Re: Hilfe bei der Tabletop Wahl

Beitragvon John Tenzer » Mi 4. Mai 2011, 11:04

Wenn Du unsicher bist, lass das erstmal mit dem Kaufen (!) :|, geh' in den Laden und leih Dir von den dort anwesenden Spielern oder direkt von Dave die Figuren für ein Demospiel. Soviel ich weiß, stehen da Figuren für Warhammer 40k, Warhammer Fantasy, Warmachine, Hordes und Uncharterd Seas. Wenn Du Dich für eines der Systeme interessierst, solltest Du vielleicht vor dem Ladenbesuch auch in den entsprechenden Unterforen hier fragen, ob sich jemand für eine Lehrstunde findet. Und wenn Deine Freundin Interesse an Tabletop hat, nimm' sie gleich mit, damit ihr gegeneinander das Demospiel machen könnt. Das spart viel Zeit und Erklärungen und macht zum Begreifen eines Spielsystems mehr Sinn als zuzuschauen.

Das Spielbrett für klassisches Tabletop läßt sich den eigenen Ansprüchen entsprechend immer irgendwie improvisieren. Notfalls könnt ihr auf einem abgesteckten Areal auf dem Fußboden oder Küchentisch spielen und für das Gelände alles mögliche an Haushaltsgegenständen (Handtücher sind super dafür) oder Printouts aus dem Internet benutzen. Um Tabletop-Systeme kennenzulernen oder auch nur zu spielen sind keine (großen) Investitionen fürs Gelände notwendig. Das ist alles nur eine Frage der eigenen Ansprüche.

P.S.:

Blood Bowl ist gemessen an Deinen Bedürfnissen vielleicht keine schlechte Idee! Allerdings ist dieses ein Brettspiel (Boardgame) und kein Tabletop. ;)

Möchtest Du aber nur eine Truppe für ein Spiel oder eine Liga zusammenstellen, rollenspielerisch ausbauen und dabei auf einem definierten Spielfeld spielen, so ist das System perfekt dafür geignet. Gemessen an den richtigen Tabletopspielen ist die Einstiegsbox mit zwei Basisteams auch relativ billig. Allerdings sind alle weiteren Figuren und die anderer Teams als der in der Grundbox enthaltenen, so weit ich weiß, offiziell nur noch über den GW-Versandhandel erhältlich und dafür auch noch relativ teuer. Vielleicht kommt Dave als Premium-GW-Händler da aber auch ran! Sonst gibt es Alternativen anderer Miniaturenfirmen, (die allerdings auf offiziellen Turnieren nicht zugelassen werden). Je nachdem, wie weit man dann gehen möchte, kann man, wie beim "richtigen" Tabletop auch, mit den blanken Figuren spielen, diese anmalen oder sich selber neue Spielfelder bauen - alles den eigenen Bedürfnissen entsprechend.

Das aktuelle Regelwerk ("Living Rulebook 5.0") ist - wenn nicht auf der GW-Seite - dann im Netz als Download erhältlich. Einzelspiele sind witzig, allerdings offenbart sich der Reiz des Spiels eher durch eine Ligastruktur, für die man wieder mehr Mitspieler (6-8+) braucht. Ein schönes Beispiel hierfür ist die Hammaburg Deathleague! Wie stark die Szene allerdings in Bremen ist, weiß ich da nicht zu beurteilen. Allerdings gibt es immer wieder lokale oder überregionale Turniere.

Persönlich halte ich das Spielsystem für nicht wirklich ausbalanciert und trotz guter taktischer Ansätze für stark glücksabhängig, da eine Aktion gewöhnlich mit 1 bis zu 3 sechsseitigen Würfeln entschieden wird und daher sehr leicht (wortwörtlich) ins Auge gehen kann. "Bloodbowl" ist eher ein "Fun-Spiel"! Wenn man 65 Euro für die Grundbox ausgeben will, ist es ein netter Appetizer für den Einstieg in die Tabletop-Szene. Aber eben nicht wirklich mehr! :roll:

Fazit:

Für Leute, die auf American Football mit Teams der klassischen Fantasy-Völker und Slapstick stehen, gerne in Miniaturenspiele hineinschnuppern wollen und sehr resistent gegen schlechte Wurfserien sind.

:a080:
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Re: Hilfe bei der Tabletop Wahl

Beitragvon Muck » Do 5. Mai 2011, 08:57

So waren gestern bei Dave und haben uns Hordes gekauft.
Danke für die tolle Hilfe von euch das hat uns die Wahl sehr erleichtert

mfg

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Re: Hilfe bei der Tabletop Wahl

Beitragvon Momo » Do 5. Mai 2011, 09:24

Die Entscheidung fürs Tabletop und vor allem für Hordes (und damit auch Warmachine) werdet ihr nicht bedauern!
Viel Spaß und Erfolg darf man dann erstmal wünschen ;)
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